Judo-Brüder aus Markgröningen holen Gold, Silber und Bronze

Islam und Assadullah Madarov kämpfen sich beim Adler-Cup in Frankfurt und beim Kappelbergturnier in Fellbach mit starken Leistungen aufs Podium

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Das war ein perfektes Wochenende für Nachwuchs-Judoka Islam Madarov: Beim traditionellen Kappelbergturnier in Fellbach setzte sich der 16-jährige Schüler aus Markgröningen am Samstag, 26. November, mit einer großartigen Leistung in der Altersklasse U 18 (unter 73 Kilogramm) gegen die Konkurrenz durch. Islam gewann alle fünf Kämpfe vorzeitig und landete souverän auf dem ersten Platz. Nur einen Tag später holte er auch beim Internationalen Adler-Cup in Frankfurt die Goldmedaille. Auch sein 14-jähriger Bruder Assadullah Madarov zeigte bei beiden Turnieren starke Kämpfe und belegte bei den U15 (unter 66 Kilogramm) in Fellbach den dritten, bei den U17 in Frankfurt den zweiten Platz.

Bei beiden Turnieren hatten es Islam und Assadullah mit starken Gegnern zu tun: In Fellbach traf sich der Judo-Nachwuchs aus ganz Baden-Württemberg zum Abschluss des Wettkampf-Jahres. Um beim internationalen Adler-Cup in Frankfurt gingen die beiden Markgröninger Schüler zusammen mit über 700 Teilnehmern aus 20 Ländern an den Start. Sogar aus Afrika und Asien waren Nachwuchs-Judoka angereist. „Das war ein tolles Erlebnis“, sagt Assadullah.

Erst seit einigen Monaten leben die beiden Brüder mit ihren Eltern und drei weiteren Geschwistern in Deutschland. Mit dem Kampfsport begonnen haben beide schon in ihrer Heimat Tschetschenien. „Mir gefällt der Kampf eins gegen eins“, erzählt Islam, der mit sieben Jahren zum Judo kam. „Um zu gewinnen, braucht man nicht nur Kraft und eine gute Technik, sondern auch mentale Stärke.“ Sein Bruder Assadullah hat früher Fußball gespielt, seit zwei Jahren konzentriert auch er sich auf die japanische Kampfsportart.

Die beiden Nachwuchs-Judoka trainieren mindestens dreimal in der Woche beim TSV Schwieberdingen. Ihr Trainer Fabian Staber nimmt sie außerdem regelmäßig mit zum Training nach Sindelfingen. Auch zu den Turnieren in Fellbach und Frankfurt hat er sie begleitet. „Wir  sind unserem Trainer Fabian sehr dankbar für alles, was er für uns tut“, sagen Islam und Assadullah.

Die beiden hoffen sehr, dass ihre Familie Asyl bekommt und in Deutschland bleiben darf. „Mein großer Traum ist es“, sagt Islam, „bei den olympischen Spielen 2020 in Tokio dabei zu sein und für Deutschland zu kämpfen.“